LogiMAT Fazit 2023

Wie die Zeit vergeht! Mein Fazit zur LogiMAT 2023 in Stuttgart.

Innovative Produkte und tolle Messebesucher

Vom 25. bis 27.04.2023 versank Stuttgart mal wieder in einem Verkehrschaos. Die Stadt und die umliegenden Autobahnen sind das ganze Jahr über eine Herausforderung für jeden Verkehrsteilnehmer, aber zur Messezeit und besonders während der LogiMat sollte jeder sehr viel Puffer einbauen. Aber in diesem Text möchte ich mich nicht über die Straßen bzw. den Verkehr echauffieren. Eigentlich ist es mir hier wichtig sogar sehr positive Worte zu nutzen und meine Freude über diese tolle Messe mit Dir teilen.

Für den Messeveranstalter EUROEXPO darf ich auf der LogiMat die Eventfläche für Ladungssicherung betreiben. Viele tolle Unternehmen mit ganz tollen Menschen folgten meiner Bitte, mich auf der Fläche zu unterstützen. Als erstes holte ich meinen langjährigen Kollegen Christian Rennie als Co-Moderator mit ins Boot. Menschen mögen Dialoge. Während unseren Vorführungen stellten wir uns gegenseitig Fragen um das normale Vortrags-blabla aufzuheitern. Das funktionierte mit Christian hervorragend und den Besuchern war anzukennen, dass sie es auch gut fanden.

Der Trailer-Hersteller Schmitz Cargobull stellte uns ihren Ladungssicherungs-Trailer zur Verfügung. Der Sattelanhänger war nicht nur ein hingucker, er verschaffte uns während und auch nach den Vorführungen genug Gesprächsstoff mit den Besuchern. Ein wesentlicher Punkt war, dass die Holz- oder Aluminium-Einstecklatten immer mehr verschwinden. Ich persönlich bin darüber nicht traurig, da dann auch irgendwann die Zeit der Zwischenwandverschlüsse oder umgangssprachlich den Klemmbrettern ein Ende ereilt. Hier hat Schmitz eine sehr clevere Lösung. Durch Schlingen in den Planen kann eine Ladung nach hinten mit Gurten oder einer Sicherungsplane gesichert werden. Ein weiteres Exponat war eine Palette mit einem Fass, die auf einem Kippautomaten stand. Dies wurde von H-Lash/Rainer zur Verfügung gestellt. Bei jeder Vorführung kippten wir die Palette auf ca. 80°. Das Fass war aber nicht leer. Es befanden sich 200 Liter Wasser darin. Die Ladeeinheitensicherung hat super gehalten.

Herr Wiecha von B&W Ladungssicherung stellte bei jeder Vorführung den „Void Filler“ vor. Eigentlich eine ganz einfache Sache aber in der Praxis leider viel zu wenig gesehen. Dieser Lückenfüller ist dazu gedacht, bei Unterstand auf der Palette, also die Ware reicht nicht an die Umrisse der Palette heran, Formschluss zu anderen Ladegütern zu ermöglichen. Sehr oft finden wir dieses Problem auf den LKW oder in Seecontainern. Die Paletten sind zwar formschlüssig geladen, jedoch sind viele und große Lücken zwischen den Ladegütern. Wurde dann auch noch an der Ladeeinheitensicherung gespart, hat man zwar nach einer Vollbremsung auch Formschluss zwischen den Ladegütern, jedoch sind diese dann möglicherweise beschädigt und die letzten zwei bis vier Paletten sind leer.

In alter Tradition hatte Wistra ihren Transporter auf der Eventfläche stehen. Darin konnten sich Besucher u.a. über Sperrstangen informieren, in denen keine Federn verbaut sind. Mit einer Hand konnte der Profi von Wistra Matthias Kurt eine solche Stange positionieren. Einfach und sicher.

Das zweitgrößte Exponat war ein Seecontainer von CHS. Die beiden Container-Spezialisten Jörg Holder und Arndt Overbeck konnten die Besucher unteranderem damit überraschen, wie dünn eine Containerwand ist. Selbst ich war überrascht, dass es Container gibt, deren Wandstärke 1 mm beträgt. Wir hoffen nur, dass die Hersteller dann auch ihre Kunden über die Stabilität der Wände informieren. Es ist anzuzweifeln, dass eine so dünne Wand 40 % bzw. 60 % der Payload trägt.

Innerhalb des Containers stellte Rothschenk einige ihrer Sicherungssysteme vor. Dabei kam auch der 3D-AirBag zum Einsatz. Eine super Lösung, wenn die Lücken in einem Seecontainer mal etwas größer sind.

Schon in unseren Moderationen kündigte ich Herrn Johannes Köberl von FairFix mit den Worten an: „Er hat mit seinem System ein oldschool-Produkt modernisiert.“ Mit dem FairFix-System kann Ladung nicht nur in einem Container gesichert werden, der absolute Mehrwert liegt darin, dass ein Container besser und effektiver ausgefüllt werden kann. Selbst empfindliche Produkte können in einer Art von Regal sicher und vor allem schadenfrei nach China, USA, Australien oder sonst wohin versendet werden. Das nenne ich nachhaltig.

An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an die Unternehmen und die Mitstreiter. Aber am meisten möchte ich mich bei den Besuchern der Messe bedanken. Was mich völlig überraschte, dass am dritten und letzten Tag so viele Menschen die beiden Vorführungen um 11:00 und um 15:00 Uhr besuchten. Auch die darauf folgenden Gespräche waren für mich nicht nur eine Inspiration sondern auch eine riesige Motivation, diese Eventfläche noch sehr viele Jahre zu betreiben.

Nur noch wenige Tage

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